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25 Jahre Freundeskreis der Deutschen Nationalbibliothek

Pressemitteilung vom: 5. Juni 2014

Die "Gesellschaft für das Buch" zeigt seit ihrer Gründung vor 25 Jahren, am 7. Juni 1989, als Freundeskreis der Deutschen Nationalbibliothek, wie privates Engagement eine öffentliche Institution auf vielerlei Art bereichert und wie die Mitglieder und Spender die Arbeit der Deutschen Nationalbibliothek mittragen und befördern.

Die "Gesellschaft für das Buch" unterstützt Projekte, die dazu beitragen, die Deutsche Nationalbibliothek als einen unverzichtbaren Teil der Kultur- und Bildungslandschaft und als kulturelles Gedächtnis Deutschlands zu stärken. Damit die Deutsche Nationalbibliothek als Informationseinrichtung und Gedächtnisinstitution weiter wachsen kann, bedarf sie auch der privaten Initiative und des öffentlichen Engagements. Finanziell fördern die Mitglieder mit ihren Beiträgen und Spenden den Ankauf spezieller Sammlungen und die Ergänzung und Bewahrung der Bestände. Ganz besonders liegen ihnen die kulturelle Vermittlung und die Förderung von Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Publikationen am Herzen.

"Bibliotheken brauchen Freunde, egal ob es sich um eine Nationalbibliothek, eine Stadtbibliothek oder um eine Universitätsbibliothek handelt", sagt die Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, Elisabeth Niggemann. "Die Gesellschaft für das Buch hat sich als ein wichtiger Anker im gesellschaftlichen und politischen Umfeld der Deutschen Nationalbibliothek etabliert."

"Eine ganz wichtige Rolle spielt die Gesellschaft für das Buch, wenn sie hilft, die Rolle der Bibliothek als Teil des kulturellen Lebens zu unterstützen. Dann wird die Mitgliedschaft im Freundeskreis zum Ehrenamt, weil die Institution Bibliothek und ihre Freunde als Mitglieder der Zivilgesellschaft miteinander für das Wohl ihrer bürgerlichen Gemeinschaft arbeiten", führt der Vorsitzende des Freundeskreises, Thomas de Greiff, aus. "Die Gesellschaft für das Buch wird auch zukünftig die Deutsche Nationalbibliothek bei der Wahrnehmung ihrer anspruchsvollen Aufgaben und ihres kulturellen Programms unterstützen."

Ob Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Lesungen oder Fachkongresse. Ob Ankäufe von Autografen, Nachlässen, Schellackschallplatten oder künstlerischen Drucken. Das finanzielle Engagement und die ideelle Begleitung der Mitglieder des Freundeskreises hat in den vergangenen 25 Jahren vieles möglich gemacht.

Von dem ersten großen Projekt, dem Symposium "Buchzerfall und alterungsbeständiges Papier", über den stetigen Erwerb von Kostbarkeiten für die Sondersammlungen bis hin zu einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen hat der Förderverein insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und die Ergänzung, Bewahrung und Pflege der Bibliotheksbestände unterstützt. Er half beispielsweise Originallithografien von Günter Grass oder Briefe von Stefan Zweig und Klaus Mann zu erwerben, die Diskussion um ein Exil-Museum in Deutschland voranzutreiben und die Erhaltung von zerfallsgefährdeten Beständen zu fördern. Als eine der besonderen Publikationen des Freundeskreises sei das 2008 erschienene "Comics made in Germany – 60 Jahre deutsche Comics" genannt. In diesem Jahr wird die Gesellschaft einen von Besucherinnen und Besuchern immer wieder nachgefragten Kurzführer durch die Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums finanziell fördern. Unterstützt wird auch die Podiumsdiskussion zum Thema "Exil und Sprache. Exilanten in Deutschland heute" (Arbeitstitel) im Rahmen der Initiative des Goethe-Instituts "Deutsch 3.0", einer Plattform für sprachkulturelle Debatten, Vorträge und Performances rund um die deutsche Sprache.

Hintergrund

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt seit über 100 Jahren alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen in Wort und Ton ab 1913, dokumentiert und archiviert sie und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre umfassenden Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an. Mit dem Deutschen Exilarchiv 1933 – 1945 und dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum verfügt die Deutsche Nationalbibliothek darüber hinaus über wertvolle und reichhaltige Sondersammlungen. Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Schätze aufmerksam und fördert Buchkultur, Lesekultur und Musikkultur – mit derzeit fast 29 Millionen Medieneinheiten, jährlich rund 220.000 Besuchern an den beiden Standorten Leipzig und Frankfurt am Main und mit einem bunten und hochkarätigen Veranstaltungsprogramm.

Ansprechpartnerin

Pressesprecher

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