Navigation und Service

Exil und Sprache
Podiumsgespräch mit Emine Sevgi Özdamar, Najem Wali und Stefan Weidner

Pressemitteilung vom: 20. November 2014

Für Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind Exil und Migration einschneidende Ereignisse für das künstlerische Schaffen. Der Weg in einen anderen Sprachraum bedeutet, vom alltäglichen Gebrauch der Muttersprache abgeschnitten zu sein, die Feinheiten einer sich ständig wandelnden Sprache nicht mehr registrieren und ästhetisch verarbeiten zu können. Der Sprachwechsel kann aber auch zu einer ganz besonderen Produktivität führen. Die Veranstaltung fragt nach der Bedeutung von Sprache, den Erfahrungen des Sprachwechsels (und womöglich auch des Sprachverlusts) für die schriftstellerische Arbeit, aber auch danach, inwiefern Sprache eine Voraussetzung für kulturelle Teilhabe ist.

Donnerstag, 27. November 2014, 19 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Eintritt frei

Auf dem Podium

Emine Sevgi Özdamar
Emine Sevgi Özdamar kam 1976 aus der Türkei nach Deutschland und hat zahlreiche Romane und Erzählungen in deutscher Sprache veröffentlicht.

Najem Wali
Najem Wali ist Schriftsteller und Journalist. Er flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Krieges nach Deutschland. Im Frühjahr 2014 erschien sein Roman "Bagdad Marlboro".

Stefan Weidner (Moderation)
Stefan Weidner ist Autor, Übersetzer und Islamwissenschaftler.

Gefördert durch die Gesellschaft für das Buch e.V.

Eine Veranstaltung im Rahmen von "DEUTSCH 3.0 – Debatten über Sprache und ihre Zukunft", einer Initiative des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Duden, dem Institut für Deutsche Sprache und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Hintergrund

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt seit über 100 Jahren alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen in Wort und Ton ab 1913, dokumentiert und archiviert sie und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre umfassenden Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an. Mit dem Deutschen Exilarchiv 1933 – 1945 und dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum verfügt die Deutsche Nationalbibliothek darüber hinaus über wertvolle und reichhaltige Sondersammlungen. Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Schätze aufmerksam und fördert Buchkultur, Lesekultur und Musikkultur – mit derzeit fast 29 Millionen Medieneinheiten, jährlich rund 220.000 Besuchern an den beiden Standorten Leipzig und Frankfurt am Main und mit einem bunten und hochkarätigen Veranstaltungsprogramm.

Deutsch 3.0 – Debatten über Sprache und ihre Zukunft

Ansprechpartner

Pressesprecher

Diese Seite

Schriftbanner mit Deutscher Nationalbibliothek Leipzig, Frankfurt am Main