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Eine Million Buchseiten: Deutsche Nationalbibliothek digitalisiert zerfallsgefährdete Werke

Pressemitteilung vom: 31. Juli 2012

Säurefraß und brüchiges Papier: der Zahn der Zeit nagt auch an den Beständen der Deutschen Nationalbibliothek. Bestandserhaltung ist daher eine große Aufgabe. Jetzt hat die Deutsche Nationalbibliothek begonnen, besonders gefährdete Bücher zu digitalisieren.

Die wirkungsvollste Methode für säurehaltiges Papier – von der Bibliothek seit über 15 Jahren eingesetzt - ist die Massenentsäuerung. Bei Büchern, bei denen das Papier zu brüchig oder der Buchblock bereits massiv beschädigt ist, greifen die mechanischen Mittel zur Bestandserhaltung nicht mehr. Diese Werke können nicht mehr an Benutzerinnen und Benutzer ausgegeben werden, um den Zerfall nicht noch zu beschleunigen. Die Deutsche Nationalbibliothek archiviert die digitalen Kopien und stellt sie zur Nutzung in den Lesesälen zur Verfügung. Damit kommt die Bibliothek auch für stark beschädigte Bücher ihrem gesetzlichen Auftrag nach, alle deutschen Werke zu sammeln, dauerhaft zu archivieren und zur Verfügung zu stellen.

400.000 Seiten sind bereits digitalisiert, über eine Million Seiten werden es im Laufe des Projekts werden, mit dem die Bibliothek außerdem Erfahrungen auf dem Gebiet der Digitalisierung vertieft. So kann das jetzige Projekt Ausgangspunkt für weitere Digitalisierungsprojekte sein, um so empfindlichen Originalen den nötigen Schutz zukommen zu lassen. Die digitale Bereitstellung folgt dabei den Vorgaben des Urheberrechtes; die Nutzung über das Internet wird nur bei gemeinfreien Veröffentlichungen möglich sein.

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