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Veranstaltungen und Ausstellungen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zur Leipziger Buchmesse 2015

Pressemitteilung vom: 4. März 2015

Die Deutsche Nationalbibliothek ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand auf der Leipziger Buchmesse in Halle 5 am Stand E 514 vertreten. Im Rahmen von "Leipzig liest" finden in der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Platz Lesungen und Sonderführungen statt. Im Deutschen Buch- und Schriftmuseum ist mit "Kafka im Künstlerbuch" eine neue Ausstellung zu sehen.

Hans Joachim Schädlich: "Narrenleben" // Lesung und Gespräch

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 12. März 2015, 18 Uhr

Wie zuvor mit Friedrich II. und Voltaire lässt Schädlich erneut zwei historische Figuren im Kontext ihrer Zeit lebendig werden. Er erzählt die Geschichte zweier Narren – eines wohlhabenden kurfürstlich-königlichen Taschenspielers und lustigen Rates am Hof Augusts des Starken und eines armen, naiv-heiteren, von Fürstenhof zu Fürstenhof ziehenden Narren. Hans Joachim Schädlich bekam für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2014 das Bundesverdienstkreuz. In Kooperation mit dem Rowohlt Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt frei, Einlass ab 17:30 Uhr

"Quelle lebender Bücher" // 75 Jahre Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 12. März 2015, 19 Uhr

Eine szenische Lesung mit der Herausgeberin und Bibliotheksleiterin Dr. Yvonne Domhardt, der Verlegerin Judith Luks, dem Publizisten Michael Guggenheimer sowie weiteren Autoren und Autorinnen des Jubiläumsbandes. Die Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde ist die bedeutendste Bibliothek ihrer Art und Ausrichtung im deutschen Sprachraum mit einem Bestand von ca. 60.000 Medien. In Kooperation mit der Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt frei, Einlass ab 18:30 Uhr

Lizzie Doron: "Who the Fuck Is Kafka? Hass ist ein Gefühl, aber Frieden ist eine Entscheidung" // Moderation und deutsche Lesung Mirjam Pressler

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 13. März 2015, 19 Uhr

Es ist von Anfang an eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt. Die Konfrontation zweier Kulturen und Lebenswege ist begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Die Autorin stellt diesen autobiografischen Roman im Gespräch mit ihrer Übersetzerin Mirjam Pressler vor. In Kooperation mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt frei, Einlass ab 18:30 Uhr

Stephan Thome: "Gegenspiel" // Lesung und Gespräch

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 13. März 2015, 20 Uhr

Lissabon nach der Nelkenrevolution, die Hausbesetzerszene in Westberlin, die deutsche Provinz vor und nach der Wende: Stephan Thome erzählt in markanten, spannungsreichen Szenen eine bekannte Geschichte aus "Fliehkräfte" neu und völlig anders. Gegenspiel ist ein berührender und manchmal verstörender Roman über Täuschung und Selbsttäuschung, über Aufbruch und Verantwortung - auch gegenüber dem eigenen Leben. Die Veranstaltung wird von der Lektorin Doris Plöschberger moderiert. In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt: 4,- EUR / 3,- EUR (ermäßigt), Kartenbestellung unter veranstaltungen@dnb.de oder
Tel. 0341 2271-216 und Abendkasse, Einlass ab 19:30 Uhr

Meir Shalev: "Zwei Bärinnen" //Lesung und Gespräch // Moderation und deutsche Lesung: Shelly Kupferberg

Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Samstag, 14. März 2015, 19 Uhr

Im Zentrum des jüngsten Romans des israelischen Schriftstellers Meir Shalev steht die Lehrerin Ruth Tavori. Sie bringt ihre erschütternde Familiengeschichte in einem kleinen Dorf im Norden Israels ans Tageslicht und erzählt von einem ungesühnten Mord vor mehr als 70 Jahren und der Spirale aus Gewalt und Rache, in der die Männer ihrer Familie verstrickt sind. Shalevs Werk wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. 2006 mit dem Brenner Prize, der höchsten literarischen Auszeichnung Israels. In Kooperation mit dem Diogenes Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt: 4,- EUR / 3,- EUR (ermäßigt), Kartenbestellung unter veranstaltungen@dnb.de oder
Tel. 0341 2271-216 und Abendkasse, Einlass ab 18:30 Uhr

"Kafka im Künstlerbuch"

Kabinettausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig // 11. März bis 6. September 2015

Zu Lebzeiten noch wenig bekannt und nach 1933 in Deutschland auf der Liste der "unerwünschten" Autoren, gelangte das Werk von Franz Kafka (1883 - 1924) erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu Weltruhm. Die Texte des bedeutenden deutschsprachigen Schriftstellers sind heute so aktuell wie damals und werden vielfach literaturwissenschaftlich und bildkünstlerisch interpretiert.

Die Kabinettausstellung widmet sich Buchgestaltern, Illustratoren und Typografen, die sich mit den rätselhaften und skurrilen Texten des Prager Autors in Künstlerbüchern, Grafiken, Comics oder Schriftschöpfungen auseinandergesetzt haben. Im Mittelpunkt stehen die sieben Werke Kafkas, die er selbst zur Veröffentlichung freigegeben hatte: "Das Urteil", "Der Heizer", "Die Verwandlung", "In der Strafkolonie", "Ein Hungerkünstler", "Betrachtung", "Ein Landarzt".
Zugleich erinnert die Schau an Kafkas folgenreichen Besuch in Leipzig am 29. Juni 1912, als er erstmals die Verleger Ernst Rowohlt und Kurt Wolff trifft.

Ausstellungseröffnung

10. März 2015, um 19:30 Uhr, Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek

Ansprechpartnerin

Pressesprecher

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