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Veranstaltungen und Ausstellungen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zur Leipziger Buchmesse 2016

Pressemitteilung vom: 11. März 2016

Die Deutsche Nationalbibliothek ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand auf der Leipziger Buchmesse in Halle 5 am Stand H 516 vertreten. Im Rahmen von "Leipzig liest" finden in der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Platz Lesungen und Sonderführungen statt. Im Deutschen Buch- und Schriftmuseum ist mit „Bahnriss?! Papier | Kultur“ eine neue Ausstellung zu sehen. Eine vollständige Programmübersicht steht unter www.dnb.de/buchmesse bereit.


"Verlage im 'Dritten Reich'" // Vortrag von Klaus G. Saur // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Dienstag, 15. März 2016, 19:30 Uhr

1932 erschienen über 33.000 Neuerscheinungen in Deutschland – mehr Publikationen als jemals zuvor. Die drei Verlage Edition Peters, Breitkopf & Härtel und Schott in Mainz beherrschten 60 Prozent des Musikalienmarktes weltweit. Die Gleichschaltungsgesetze der Nationalsozialisten 1933 bedeuteten das abrupte Ende dieser Blüte. Bei Kriegsausbruch gab es nur noch zehn Verlage, die keinerlei nationalsozialistisches Schrifttum verlegt hatten. Klaus G. Saur, Heraus-geber des Sammelbandes "Verlage im 'Dritten Reich'", zeichnet das Verlagssterben faktenreich und anschaulich nach. Begleitend zum Vortrag zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek eine Auswahl an Verlagspublikationen jener Zeit.

Eintritt frei. Museumslesesaal, Einlass ab 19 Uhr

Elisabeth Raabe // "Eine Arche ist eine Arche ist eine Arche. Verlegerinnenleben" // Buchpremiere // Moderation: Hermann Vinke // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 17. März 2016, 19 Uhr

"Verlegerinnenleben" erzählt die Geschichte von Elisabeth Raabe und Regina Vitali, die mit großer Passion für die Literatur und das Büchermachen den Zürcher Arche Verlag – den Verlag von Ezra Pound, Gertrude Stein, den Dadaisten und Expressionisten – wieder aufleben ließen und ihn in dem Vierteljahrhundert nach Mauerfall und Wiedervereinigung zu einer der feinen, literarischen Adressen im deutschen Sprachraum gemacht haben. In Kooperation mit edition momente im Rahmen von "Leipzig liest"

Eintritt frei. Sitzungszimmer, Einlass ab 18:30 Uhr

Reinhard Jirgl // "Oben das Feuer, unten der Berg" // Lesung und Gespräch // Moderation: Cornelia Zetzsche (Bayerischer Rundfunk) // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 17. März 2016, 20 Uhr

Reinhard Jirgl erzählt in seinem Roman vom großen bürokratischen Umbau, den die Politik "Wende" nannte und der intakt gelassen hat, was man vergangen glaubte: Seilschaften, Organisationen, Feindschaften.
Theresa, in Ostdeutschland geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Eltern als Oppositionelle inhaftiert waren. In den Siebzigern bekommt sie als Historikerin Zugang zu Geheimarchiven der DDR – erschreckende, unglaubhafte Dokumente liegen vor ihr. Sie wird kaltgestellt, und das bleibt so, denn ihr Wissen ist nach der Wende 1989 extrem gefährlich. Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin geboren. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeich-nungen, u. a. den Alfred-Döblin-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und den Georg-Büchner-Preis 2010. In Kooperation mit dem Carl Hanser Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"

Eintritt frei. Vortragsraum, Einlass ab 19:30 Uhr

Erwin Berner // "Erinnerungen an Schulzenhof" // Lesung und Gespräch. Moderation: Angela Drescher // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 18. März 2016, 18 Uhr

Den Familiennamen Strittmatter hat Erwin Berner längst abgelegt. In Briefen an einen Freund erzählt er von seiner zwiegespaltenen Kindheit. Es brauchte diese Erinnerung, um die Eltern in einem anderen Licht zu sehen. Nach außen schien es eine Idylle, das Leben des Schriftsteller-ehepaars Eva und Erwin Strittmatter in Schulzenhof. Ihrem ältesten gemeinsamen Sohn, Erwin Berner, war es mitunter ein "Alptraum in schöner Landschaft". Erwin Berner wurde 1953 geboren. Er lebt in Berlin, war lange Jahre Schauspieler und schreibt Stücke, Gedichte, Liedtexte und Prosa. In Kooperation mit dem Aufbau Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"

Eintritt frei. Vortragsraum, Einlass ab 17:30 Uhr.

Anna Katharina Hahn // "Das Kleid meiner Mutter" // Lesung und Gespräch. Moderation: Dr. Hubert Winkels (Deutschlandfunk) // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 18. März 2016, 19 Uhr

Anita gehört zu Spaniens "verlorener Generation" und ist aus Not in ihr altes Kinderzimmer zurückgezogen. Das Schicksal der Dauerarbeitslosigkeit teilt sie mit ihren Freunden. Nach dem Tod ihrer Eltern rutscht sie in das Leben der Mutter hinein, sie muss nur eines ihrer Kleider überstreifen... Anna Katharina Hahn, geboren 1970, lebt in Stuttgart. Zuletzt erschien ihr Roman "Am Schwarzen Berg", der 2012 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"

Einlass ab 18:30 Uhr, Großer Lesesaal / Eintritt: EUR 4,00 / EUR 3,00 (ermäßigt) / Kartenbestellung unter veranstaltungen@dnb.de oder Tel. 0341 2271-331; Abendkasse

Siegfried Lenz // "Der Überläufer" // Gelesen von Burghart Klaußner // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Samstag, 19. März 2016, 19 Uhr

1951 geschrieben, ist Siegfried Lenz’ zweiter Roman bisher unveröffentlicht geblieben. Es ist ein Buch über den Irrsinn des Krieges, über den Konflikt zwischen Pflicht und Gewissen – aber auch ein Liebesroman und eine Hommage auf seine masurische Heimat. Siegfried Lenz (1926–2014) wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Burghart Klaußner begann 1969 eine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule. Einem breiten Publikum wurde er mit seinen Rollen in Kinofilmen wie „Good bye, Lenin“ (2003), „Die fetten Jahre sind vorbei“ (2004), „Requiem“ (2005), „Der Vorleser“ (2008) und „Das weiße Band“ (2009) bekannt. Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, bekam er zuletzt für seine Rolle in „Der Staat gegen Fritz Bauer“ den Preis der deutschen Filmkritik. Burghart Klaußner ist auch als Regisseur tätig und inszenierte zuletzt „Terror“ von Ferdinand von Schirach in Dresden.
In Kooperation mit dem HOFFMANN UND CAMPE VERLAG und der Siegfried Lenz Stiftung im Rahmen von "Leipzig liest"

Eintritt: EUR 4,00 / EUR 3,00 (ermäßigt). Großer Lesesaal, Einlass ab 18:30 Uhr. / Kartenbestellung unter veranstaltungen@dnb.de oder Tel. 0341 2271-331 und an der Abendkasse

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