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1,5 Millionen Seiten digitaler Tageszeitungen in den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek

Pressemitteilung vom: 3. Februar 2011

In den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek stehen mehr als 1,5 Millionen Seiten digitaler Tageszeitungen zur Verfügung. Die rund 36.500 Ausgaben deutscher E-Paper-Titel können an ausgewiesenen Arbeitsplätzen in Leipzig und Frankfurt am Main, den Standorten der Deutschen Nationalbibliothek, gelesen werden. Und jeden Tag werden es mehr: Von rund 300 E-Paper-Titeln sammelt die Bibliothek täglich die aktuelle Ausgabe ein. So kommen von Montag bis Samstag rund 1.800 neue Ausgaben ins Haus sowie wöchentlich die Ausgaben von 16 Sonntagszeitungen.

Zunehmend vertreiben die Zeitungsverlage nicht nur gedruckte Tageszeitungen, sondern stellen zusätzlich layoutgetreue digitale Ausgaben - so genannte E-Paper - für ihre Abonnenten ins Internet. Durch die Sammlung der E-Paper hat sich das Angebot für die Benutzerinnen und Benutzer vor Ort in Leipzig und Frankfurt am Main deutlich verbessert: Sie können nun einzelne E-Paper-Ausgaben gezielt suchen und unmittelbar aus dem Katalog heraus per Mausklick aufrufen. Schon eine Woche nach Erscheinen der digitalen Ausgabe kann sie in den Lesesälen genutzt werden. Gegenüber der früheren Bereitstellung der Tageszeitungen auf Mikrofilm, die drei bis vier Monate Bearbeitungszeit benötigte, ist das eine deutliche Verbesserung des Service. Für externe Nutzer kann der Service aus urheberrechtlichen Gründen nicht angeboten werden. Und ebenfalls aus urheberrechtlichen Gründen ist es nicht möglich, ein E-Paper oder auch nur Teile daraus abzuspeichern und in digitaler Form mit nach Hause zu nehmen.

Um die großen Mengen bewältigen zu können, hat die Deutsche Nationalbibliothek zusammen mit einem Dienstleister, der iSquare GmbH in Berlin, einen vollautomatischen Workflow entwickelt. Auf dessen Basis werden die E-Paper-Ausgaben von den Verlagsservern geharvestet und in ein einheitliches Format konvertiert. Dafür wurde das Format PDF/A-1b gewählt, um optimale Voraussetzungen für die Langzeitarchivierung zu schaffen. Anschließend spielt die Deutsche Nationalbibliothek die Daten in ihre Systeme ein, legt die E-Paper-Ausgaben auf ihrem Archivserver ab und verzeichnet sie automatisch in ihrem Katalog, sodass sie für die Benutzung im Lesesaal zur Verfügung stehen.


Hintergrundinformation

Die Deutsche Nationalbibliothek hat die Aufgabe, alle Publikationen mit Bezug zu Deutschland ab 1913 zu sammeln, dauerhaft zu archivieren, umfassend zu dokumentieren und bibliografisch zu verzeichnen sowie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit der Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek aus dem Jahr 2006 gehören auch so genannte Netz- oder Onlinepublikationen zu ihrem Sammelauftrag.

Die Deutsche Nationalbibliothek ist eine Präsenzbibliothek mit einem Gesamtbestand von mehr als 26 Millionen Medieneinheiten, der in den Lesesälen der Bibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main genutzt werden kann. Täglich besuchen mehr als 1.000 Benutzerinnen und Benutzer die Deutsche Nationalbibliothek.

Um ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen zu können, besitzt die Deutsche Nationalbibliothek das Pflichtexemplarrecht. Jede Veröffentlichung muss an die Bibliothek abgeliefert werden. Täglich treffen jeweils rund 1.200 Medieneinheiten in Leipzig und Frankfurt ein, die gesammelt, erschlossen, archiviert und für die Benutzung bereitgestellt werden.

Ansprechpartnerin

Pressesprecher

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