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Speeddating mit Expertinnen und Experten:
25 Jahre Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main – und was ist mit dem World Wide Web?

Pressemitteilung vom: 25. September 2015

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Deutsche Bücherei in Leipzig und die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main zur heutigen Deutschen Nationalbibliothek vereint. Die durch das Zusammenwachsen gewonnene Stärke ermöglicht die Bewältigung der heutigen Anforderungen, die insbesondere die digitale Welt der Bibliothek abverlangt. Wo steht die Nationalbibliothek heute im Vergleich mit vor 25 Jahren?

Im Speeddating-Verfahren wird in kleinen Runden über Geschichte, Aufgaben und Zukunft der Deutschen Nationalbibliothek informiert und diskutiert. Expertinnen und Experten stehen Rede und Antwort zum Beispiel zu den Schlagworten Wiedervereinigung, Sammelauftrag, Netzpublikationen, Webharvesting, Archivierung und Urheberrecht.

Dienstag, 29. September 2015, 19 Uhr
Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter

Themen des Abends

Vision und Strategie

Der digitale Wandel rüttelt und schüttelt die Bibliothekswelt ordentlich durch. Kein Bereich, der nicht davon betroffen wäre. Kein Grund, panisch zu werden. Zeit, sich neu zu sortieren. Lassen Sie uns über die Zukunft der Deutschen Nationalbibliothek sprechen. Vor welchen Herausforderungen steht sie? Warum sollte sie sich diesen stellen? Was ist konkret zu tun? Mit Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin, und Jürgen Kett, Strategiereferent

Was wird gesammelt, für wen und wozu?

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt Veröffentlichungen aus und über Deutschland, Texte, Bilder und Musik, gedruckt, geprägt und online: Was wird alles gesammelt? Für wen und wozu? Und von wem? Mit Ute Schwens, Direktorin in Frankfurt am Main, und Michael Fernau, Direktor in Leipzig und Leiter des Deutschen Musikarchivs

Herausforderungen an das Urheberrecht bei der Erfüllung des gesetzlichen Auftrags

Kein Rechtsgebiet ist so im Wandel und Fluss wie das Urheberrecht. Und kein Rechtsgebiet ist – neben der Pflichtablieferung – so essenziell für eine Nationalbibliothek. In einer lockeren, unjuristischen Runde werden verschiedene Aspekte und Entwicklungslinien des Urheberrechts beleuchtet. Mit Dorothea Zechmann, Leiterin Zentralbereich Verwaltung

Aus zwei mach eins: Deutsche Bücherei und Deutsche Bibliothek

1990 stellte sich für die Deutsche Bücherei in Leipzig und die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main gleichermaßen die Frage nach der Zukunft beider Bibliotheken. Welche Gedanken und Motivationen bewegten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser? Wie wurde aus den beiden "Schwestern" die heutige Deutsche Nationalbibliothek? Mit Renate Gömpel und Jörg Räuber, Fachbereich Benutzung und Bestandserhaltung

Künste im Exil

Fluchthilfe, illegale Einreise, Flüchtlingslager, Aufnahme, Solidarität. Diese Begriffe begegnen uns jeden Tag. Sie haben eine historische Signatur: das Exil aus dem nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945. Die virtuelle Ausstellung "Künste im Exil" widmet sich auch den Verbindungslinien zwischen historischem und gegenwärtigem Exil – und stellt die Auswirkungen des Exils auf die Künste in den Mittelpunkt. Mit Dr. Sylvia Asmus, Leiterin Deutsches Exilarchiv 1933–1945, und Jesko Bender, Künste im Exil

Digitale Publikationen – Ablieferungen und Webharvesting

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt auch digitale Publikationen aus Deutschland. Dazu gehören wissenschaftliche Hochschulschriften genauso wie Verlagspublikationen (E-Books, E-Journals). Dazu gehören aber auch Webseiten, die regelmäßig eingesammelt und in den Lesesälen zugänglich gemacht werden. Mit Cornelia Diebel und Tobias Steinke, Fachbereich Informationsinfrastruktur

Können Computer katalogisieren?

Seit Jahrhunderten werden Bücher, Zeitschriften und andere Medienwerke von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren formal und inhaltlich beschrieben. Mit dem Aufkommen des Internet sind neue Publikationsformen entstanden. Maschinelle Verfahren machen es möglich, automatisiert Katalogdaten für E-Books und E-Journals zu erzeugen. Mit Ulrike Junger und Elisabeth Mödden, Fachbereich Erwerbung und Erschließung

Deutsche Digitale Bibliothek

Die Ausstellungsräume und Lesesäle unserer Museen, Archive und Bibliotheken haben eine begrenzte Kapazität. Dort können nicht alle Schätze gezeigt werden, die in den Magazinen lagern. Online ist das dank Digitalisierung aber möglich – unter www.ddb.de bietet die Deutsche Digitale Bibliothek Zugang zum digitalen kulturellen Erbe Deutschlands. Mit Dr. Uwe Müller und Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek

Die Vergangenheit in der Zukunft des World Wide Web

Das World Wide Web oder gemeinhin Internet gilt als Medium im Aufbruch. Dabei hat die Kommunikationsinfrastruktur bereits eine Vorgeschichte von mehreren Jahrzehnten "auf dem Buckel". Einen Nullpunkt gibt es nicht, aber viele Anfänge und Vorläufer, die jeweils in ganz unterschiedlicher Art und Weise zum heutigen Charakter des WWW beigetragen haben. Mit Prof. Dr. Ralf Roth, Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität

Hintergrund

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt seit über 100 Jahren alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen in Wort und Ton ab 1913, dokumentiert und archiviert sie und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre umfassenden Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an. Mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 und dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum verfügt die Deutsche Nationalbibliothek darüber hinaus über wertvolle und reichhaltige Sondersammlungen. Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Schätze aufmerksam und fördert Buchkultur, Lesekultur und Musikkultur – mit mehr als 30 Millionen Medieneinheiten, jährlich rund 220.000 Besuchern an den beiden Standorten Leipzig und Frankfurt am Main und mit einem bunten und hochkarätigen Veranstaltungsprogramm.

Ansprechpartnerin

Pressesprecher

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