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Dimensionen des Krieges

“Aufgestanden ist er, welcher lange schlief … und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.” Georg Heym. Der Krieg, 1910

Dieser erste industrielle Massenkrieg wütete über vier Jahre mit einer bis dahin unvorstellbaren Vernichtungskraft und forderte mehr als 15 Millionen Tote. Staaten und Reiche aus allen Kontinenten standen sich im Kampf um politische und wirtschaftliche Interessen gegenüber und wiesen sich gegenseitig die Kriegsschuld zu. Der Plan des deutschen Militärs, die Westfront schnell und siegreich einzunehmen, ging nicht auf. Die anfängliche Kriegsbegeisterung und Hoffnung auf ein rasches Ende des Krieges war im Dezember 1914 längst verflogen. Bereits im ersten Kriegswinter zeigte sich die enorme Brutalität auf den Schlachtfeldern.

Bei der Propagierung von Feindbildern, Heldentum und Vaterlandstreue spielten Mythen und Legenden eine wichtige Rolle. Massenmedien wurden erstmals systematisch als Waffe zur Kriegsführung eingesetzt. Maueranschläge, Aushänge, Telegrafie, Tageszeitungen, Extrablätter und Journale waren neben dem Kino die wichtigsten Nachrichtenübermittler in der Kriegszeit. Wer auf dem neuesten Stand sein wollte, ging auf die Straße. Dort wurde gemeinsam in Zeitungen gelesen und die angeschlagenen Regierungsbeschlüsse und zahlreichen Anweisungen von der Meldepflicht über die Notversorgung bis zur Spionagewarnung diskutiert. Viele dieser gedruckten Zeugnisse sind in der "Sammlung Erster Weltkrieg" der Deutschen Nationalbibliothek überliefert.

Virtueller Rundgang (Auswahl)

Die Mobilmachung ist befohlen

Die Mobilmachung ist befohlen Die Mobilmachung ist befohlen

Plakatanschlag, Barmen 2. August 1914
Deutsche Nationalbibliothek, Weltkriegssammlung

Letzte Änderung: 20.01.2015

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