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Die Gartenlaube bei Ernst Keil’s Nachfolger: Gebrüder Kröner

1883 wurde der Verlag von Ernst Keil an die Gebrüder Kröner in Stuttgart verkauft. Adolf Kröner übernahm die Redaktion der Gartenlaube in Leipzig. Medizin, Familienkultur, Technik, Literatur und Genre blieben bei Kröner als bewährte Themen im Programm, wurde aber gemäß seiner national-konservativen Gesinnung neu ausgerichtet: Dienst fürs Vaterland, Wohltätigkeit, Hygiene, Armenfürsorge, Wirtschafts- und Rechtsfragen, Berufs- und Erwerbsmöglichkeiten bestimmten den Tenor. Die Wissenschaftspopularisierung trat zugunsten der Erfolgsmeldungen aus "Deutschlands großen Werkstätten" zurück, der Bezug zu aktuellen Ereignissen wurde verstärkt, religiöse Themen waren tabu. Der Unterhaltungsaspekt wurde in der Gartenlaube stärker betont und der Bildanteil wuchs. Insbesondere ganz- und doppelseitige Genrebilder sollten die Attraktivität der Zeitschrift steigern. Dennoch war die Auflage der Gartenlaube bedingt durch die wachsende Konkurrenz moderner Illustrierter Zeitungen bis 1895 auf 275.000 gesunken.

Virtueller Rundgang

Gustav Adolf Kröner (1836-1911)

Gustav Adolf Kröner (1836-1911) Gustav Adolf Kröner (1836-1911)

Holzstich, undatiert
Kröner führte mit Erfolg mehrere Verlage, war Vorsitzender des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig und hatte sich durch die Reformierung der Preisregelung im Buchhandel Verdienste erworben.

Letzte Änderung: 07.11.2012

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