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Handschriftliche Notation

Die grafische Darstellung von Musik begann im 9. Jahrhundert mit den Neumen. Als Gedächtnisstütze für den melodischen Verlauf einstimmiger Gesänge wurden diese Strich- und Punktzeichen über den Liedtexten notiert. Hufnagelschrift und Quadratnoten gingen daraus hervor. Tonhöhen konnten erst fixiert werden, nachdem der Benediktinermönch Guido von Arezzo um 1000 das Notationssystem mit einer, später mit vier Linien eingeführt hatte. Seit dem 13. Jahrhundert wurden auch Rhythmus und Tonhöhe zuverlässig dargestellt – eine Voraussetzung für die exakte Aufzeichnung mehrstimmiger Musik.

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Carmina Burana

Carmina Burana Carmina Burana

Handschrift mit einer Sammlung von Liebes-, Trink-, Spieler- und Vagantenliedern des 12./13. Jhs., linienlose Neumennotation. Faksimile nach dem Original der Bayerischen Staatsbibliothek München
Deutsches Buch- und Schriftmuseum

Letzte Änderung: 23.10.2012

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