Navigation und Service

Kulturhistorische Sammlung

Bücher und Broschüren sowie bildliche und schriftliche Quellen reichen allein nicht für eine fundierte Beschäftigung mit der Geschichte von Buch, Schrift und Papier aus. Es werden zusätzlich Sammlungsobjekte benötigt, an denen sich konkret die Veränderungen von Materialien, Produktionsgeräten, technischer und technologischer Abläufe der Herstellung und Veredelung nachvollziehen lassen.
Ausgangspunkt für die heutige Sammlung bildeten die Reste der ehemaligen Technischen Sammlungen und der so genannten Schausammlung, die aus dem 1943 zerstörten Buchgewerbehaus geborgen und seit 1955 durch Neuerwerbungen und Stiftungen schrittweise ausgebaut werden konnten. Eine wesentliche Bereicherung erfuhr die Sammlung 1964, als das Deutsche Papiermuseum Greiz in das Buch- und Schriftmuseum integriert wurde. Seit 1990 gab es insbesondere für den Bereich der polygrafischen Technik bedeutende Erwerbungen.

Aspekte der Kultur-, Medien-, Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die mit den Veränderungen von Buch, Schrift und Beschreibstoffen/Papier verbunden sind, bestimmen die Profilierung der heutigen Sammlung. Dabei gibt es keine zeitliche oder regionale bzw. kulturelle Begrenzung, aber eine konzentrierte Auswahl solcher Materialien, Geräte, Maschinen und Artefakte, die wesentliche historische, neue oder besondere Entwicklungsrichtungen repräsentieren. In diesem Sinn wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Es wird versucht, das jeweilige Entwicklungsumfeld über zugehöriges Archivmaterial (Betriebsanleitungen, Firmenprospekte, Bildquellen des Arbeitsalltags u. a.) mit zu dokumentieren. Die Sammlungstätigkeit erstreckt sich auch auf aktuelle Entwicklungen und umfasst z. B. die neuen digitalen Aufzeichnungs-, Speicher- und Wiedergabetechniken für Text und Bild.

Für die anderen Sammlungen des Museums bilden die Originale, Nachbildungen und Modelle der kulturgeschichtlichen Sammlung Referenz und Ergänzung. Für die Ausstellungstätigkeit sind sie unverzichtbar und liefern oft die Kernaussage.

Bestand

  • Frühe Buchformen, Schreibmaterialien und -geräte, Denkmale und Kultgegenstände zur Schrift- und Schreibkunst
  • Geräte und Materialien original- und reproduktionsgrafischer Techniken
  • Geräte und Maschinen zur Druckformenherstellung und zum Druck
  • Geräte und Maschinen zur Papierherstellung, -prüfung und -verarbeitung
  • Werkzeuge und Materialien zur Buchbinderei
  • Buchobjekte, Buchskulpturen, Papierkunst
  • Besondere Exponate

Erschließung, Benutzung

Die Bestände sind in digitalen Verzeichnissen erfasst und über eine Datenbank recherchierbar. Einige Bestandsgruppen sind in Bildverzeichnissen dokumentiert. Der Sammlungsbestand wird nach Voranmeldung für Studienzwecke im Lesesaal des Museums bereitgestellt. Die Benutzung erfolgt auf der Grundlage der Benutzungsordnung der Deutschen Nationalbibliothek.

Letzte Änderung: 28.07.2011

Diese Seite

Schriftbanner mit Deutscher Nationalbibliothek Leipzig, Frankfurt am Main