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Bestände

Ein Netz historisch gewachsener Sammlungen bildet die Basis für die Wirksamkeit des Museums als wissenschaftliches Archiv und Arbeitsstätte der Schrift-, Buch- und Papiergeschichtsforschung sowie als lebendiger Ausstellungs- und Vermittlungsort für Buch- und Medienkultur bildet. Mit dem Ankauf der 3.000 historische Drucke umfassenden Sammlung des Dresdner Schneiders, Verlegers und Büchersammlers Heinrich Klemm legte der sächsische Staat 1886 den Grundstock für den umfangreichen Buchbestand. Eine bedeutende Rolle beim systematischen Bestandsausbau spielten zahlreiche und zum Teil sehr umfangreiche Stiftungen bedeutender Sammlungen (siehe Chronik).

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Museum schwere Verluste. Die wertvollsten, damals ausgelagerten Stücke der Klemm-Sammlung (Handschriften, Inkunabeln, darunter eine 42-zeilige Gutenbergbibel und eine wertvolle Bucheinband- und Zeugdrucksammlung) beschlagnahmte die sowjetische Besatzungsmacht im September 1945. Seitdem befinden sich diese Bestände in der Russischen Staatsbibliothek in Moskau.

Der heutige Museumsfundus umfasst über eine Million Exponate, deren Bewahrung in den modernen Depots im Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek beste Voraussetzungen findet. Historische Drucke und moderne Buchkunst, grafische Einzelblätter und Blattfolgen, Wasserzeichen, Buntpapiere, Papierproben und Musterbücher, Archivalien und Dokumenten zur Buch- und Papiergeschichte, frühe Schriftträger und Buchformen, Schreibwerkzeuge, grafisches Kleingerät sowie Maschinen der Schrift-, Buch- und Papierherstellung gehören zum Kern des aussagefähigen Musterbestandes. In ihrer Spezifik und inhaltlichen Vernetzung erlauben die Sammlungen im Zusammenspiel mit der Fachbibliothek ein außergewöhnlich komplexes und interdisziplinäres Herangehen an buch-, schrift- und papierwissenschaftliche Fragestellungen im kultur-, medien- und kommunikationsgeschichtlichen Kontext.

Letzte Änderung: 11.06.2015

Kurz-URL: http://www.langzeitarchivierung.de/dbsmbestaende

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