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Sammlung historischer Abspielgeräte

Laserdisc

die erste berührungslos abgetastete digitale Bildplatte (1983)

Laserdisc Laserdisc

Techniker des niederländischen Konzerns Philips entwickelten für die erstmals 1970 gleichzeitig in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien vorgestellte Bildplatte (Videoplatte) ein neues, mit Laserstrahlabtastung arbeitendes, optisches System ("Laser Vision"). Bei diesem System sind die in eine digitale Form gebrachten Ton- und Bildinformationen unter einer glatten Schutzschicht als winzige längliche Vertiefungen ("Pits") in einem dünnen Metallfilm auf dem Kunststoffträger (Platte) entlang einer spiralförmigen Spur angeordnet. Der Informationsgehalt steckt in der Länge und dem Abstand der Pits, die von einem Laserstrahl völlig berührungsfrei abgetastet werden. Mittels einer Digitalelektronik im Abspielgerät werden die in die Bildplatte eingesiegelten Informationen in Signale zurückverwandelt, die von jedem Fernsehgerät verwertbar sind. Auf einer Bildplatte mit 30 cm Durchmesser können auf jeder Seite bis zu 54.000 Standbilder oder 34 Minuten Laufbilder, aber auch eine Mischung aus beiden, gespeichert werden.

Die Bildplatte "Laser Vision" kam erstmals 1980 in den USA auf den Markt. Im Herbst 1982 wurde die Philips-Platte in Deutschland und England angeboten. Die Bildplatte hat sich im privaten Bereich nicht durchsetzen können.

Der Laserdisc-Player "Philips VP 600" von 1978 war der erste Laserplattenspieler der Welt. Die berührungslose Abtastung der Bildplatte erfolgte über einen Helium-Neon Laser. Der hier ausgestellte Laserdisc-Player vom Typ "Philips VLP 720" ist eine Weiterentwicklung aus dem Jahre 1983. Er galt in seiner Zeit als herausragendes Beispiel für gelungenes Industriedesign.

Letzte Änderung: 13.7.2012

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