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Jahresbericht 2005

Von Generaldirektorin Dr. Elisabeth Niggemann

Vorbemerkung

Am 29. Juni 2006 ist das »Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek« in Kraft getreten. Es erweitert den Sammelauftrag Der Deutschen Bibliothek. Internetveröffentlichungen, so genannte Netzpublikationen, gehören ab sofort zur Sammlung. Das Gesetz legt als neuen Namen der Bibliothek »Deutsche Nationalbibliothek« fest. Da im Berichtszeitraum die Bibliothek noch den bisherigen Namen trug, wird dieser in dem Jahresbericht durchgängig verwendet.

Jahresrückblick

Die Deutsche Bibliothek hat eine nationale Aufgabe: Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland sammelt, dokumentiert und bewahrt sie das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Deutschlands, wie es sich in seinen Publikationen manifestiert. Die Deutsche Bibliothek hat viele Gesichter: Sie ist bundesunmittelbare Anstalt, zentrale Archivbibliothek und nationalbibliografisches Informationszentrum, Dienstleistungszentrum, nationaler und internationaler Kooperationspartner, viel genutzte Bibliothek an drei Standorten, Veranstaltungs- und Ausstellungsort. Dieser Jahresbericht zeigt in aller Kürze die wichtigsten Themen und Arbeitsschwerpunkte Der Deutschen Bibliothek 2005 auf.

Gesetzesnovellierung

2004 hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Novellierung des »Gesetzes über die Deutsche Bibliothek« initiiert und somit dem Bedürfnis Rechnung getragen, Netzpublikationen in den Sammelauftrag einzubeziehen. Der daraus entstandene Gesetzesentwurf enthält auch einen neuen, den wahrgenommenen Aufgaben angepassten Namen für Die Deutsche Bibliothek: Deutsche Nationalbibliothek.
Der Gesetzentwurf wurde im Mai 2005 vom Kabinett beschlossen. Der Bundesrat hat im Juli 2005 dazu Stellung genommen. Er begrüßte die Ausweitung des Sammelauftrages und regte an, auf die geplante Namensänderung zu verzichten und zwei Ländervertreter in den entsprechend zu vergrößernden Verwaltungsrat zu entsenden. Die Bundesregierung hat die Stellungnahme des Bundesrates geprüft und die Anregungen als sachlich nicht begründet abgelehnt. Der vorliegende Kabinettsentwurf hätte daraufhin innerhalb des üblichen Verfahrensweges dem Bundestag zugeleitet werden können, dazu ist es in Folge der vorgezogenen Bundestagswahlen und der Bildung einer neuen Regierung nicht mehr gekommen.
Die neue Bundesregierung hat sich nun den Gesetzentwurf ihrer Vorgängerin zu Eigen gemacht und die Vorlage in der bestehenden Fassung unverändert dem Bundestag zur Beratung zugeleitet. Eine Beschlussfassung über das Gesetz mit der anschließenden erneuten Behandlung im Bundesrat könnte somit noch im ersten Halbjahr 2006 erfolgen.

Erweiterungsbau Leipzig

Für den Erweiterungsbau der Deutschen Bücherei Leipzig begann 2005 die vertiefte Ausführungsplanung. Sie forderte in der Zusammenarbeit mit Bauverwaltung, Architekten und Planern eine Vielzahl von Vorgaben und Entscheidungen, gleichzeitig nahm und nimmt damit das Haus immer konkretere Gestalt an und fällt sich mit Leben. Für Planungen der Ausstellungsräume des Deutschen Buch- und Schriftmuseums hat sich Die Deutsche Bibliothek Unterstützung bei der renommierten Beratungsfirma LORD Cultural Resources Planning & Management, Berlin geholt.
Der zweite Planungsschwerpunkt betraf die Integration des Deutschen Musikarchivs Berlin und die Sanierung der Bücherturmfassade. Diese müssen baufachlich anerkannt und haushaltsmäßig genehmigt werden, bevor die Ausfährungsplanung gemeinsam mit dem Erweiterungsbau erfolgen kann. Im Dezember 2005 hat das Bundesfinanzministerium den ersten Nachtrag zum Erweiterungsbau genehmigt.

DDC Deutsch, Sacherschließungskonzept

Das neue Sacherschließungskonzept Der Deutschen Bibliothek sieht ab Bibliografiejahrgang 2006/2007 eine einheitliche, umfassende inhaltliche Erschließung durch alle Bibliografiereihen hindurch mit der Dewey Decimal Classification (DDC) vor.
Ab Bibliografiejahrgang 2006 wird die DDC in den Reihen B und H flächendeckend in allen Fächern vergeben, wo bisher nur einzelne Fächer verbal erschlossen oder Ausnahmen von der verbalen Erschließung gemacht wurden. Für die Reihe A bleibt die Vergabe von RSWK-Schlagwortketten in vollem Umfang erhalten, die Erschließung mit DDC wird dort voraussichtlich ab 2007 zusätzlich eingeführt.
Unmittelbar nach Abschluss des DFG-Projekts DDC Deutsch im September erschien zur Buchmesse die deutsche Druckausgabe der DDC 22. Gleichzeitig präsentierte Die Deutschen Bibliothek den neuen WEBService Melvil, den Onlinedienst der DDC Deutsch, der ab 2006 als kostenpflichtiges Angebot genutzt werden kann. Damit steht erstmalig weltweit die DDC nicht nur für das Klassifizieren (MelvilClass), sondern auch für das Retrieval (MelvilSearch) zur Verfügung.

Standardisierung

Auf dem Weg zur Internationalisierung der deutschen Regelwerke, Formate und Normdateien ist die Arbeitsstelle für Standardisierung im Berichtsjahr einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Nachdem 2004 bereits Vorarbeiten zu gemeinsamen Ansetzungsregeln für Personennamen geleistet wurden, startete das Projekt zur Erarbeitung gemeinsamer Ansetzungsregeln für Körperschaftsnamen der Formal- und Sacherschließung 2005. Ziel ist, die für eine gemeinsame internationale Datennutzung notwendige Kompatibilität herzustellen und gleichzeitig durch gemeinsame Personennamen und Körperschafts-Ansetzungsregeln Recherche und Datennutzung zu vereinfachen.
Der bereits 2004 gefasste Beschluss des Standardisierungsausschusses, MARC21 als Austauschformat für alle deutschsprachigen Bibliotheken einheitlich anzuwenden, beinhaltet den Auftrag an Die Deutsche Bibliothek und die Expertengruppe Datenformate, die
obligatorische Verwendung von MARC21 als einheitlichem Austauschformat vorzubereiten. Kernelement des Umstiegs ist die Entwicklung und Pflege einer verbindlichen Konkordanz von MAB2 nach MARC21. Bis Anfang 2007 sollen die Vorbereitungen abgeschlossen sein, damit dann in allen beteiligten Institutionen ein koordinierter Umstieg erfolgen kann.
Der Standardisierungsausschuss beauftragte 2005 die Arbeitsstelle für Standardisierung mit der Durchführung des seit längerem anstehenden Arbeitsvorhabens "Entwicklung eines gemeinsamen Normdatenformates". Das Projekt wird in Kooperation mit den Bibliotheksverbänden, repräsentiert durch IT-Vertreter, sowie Vertretern der Normdaten-Expertengruppen bearbeitet.
Innerhalb des im Rahmen der IFLA-CDNL Alliance for Bibliographic Standards (ICABS) durchgeführten Projektes VIAF werden die Personennamen des Library of Congress Name Authority File (LCNAF) sowie der deutschen Personennamendatei (PND) anhand der damit jeweils verbundenen Titeldaten der Library of Congress, Der Deutschen Bibliothek und des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB) abgeglichen und in einer virtuellen internationalen Normdatei dauerhaft miteinander verbunden. 2005 wurde mit der Zusammenführung der Personensätze der Library of Congress mit denen der PND begonnen. Sobald identische Personensätze gefunden werden, wird ein VIAF-Datensatz angelegt. Die Vorarbeiten zur Einrichtung des VIAF-Servers (Projektphase 2) werden voraussichtlich im 1. Halbjahr 2006 erfolgen.

Portal

Zur Buchmesse 2005 präsentierte Die Deutsche Bibliothek ihr neu gestaltetes Web-Angebot. Einfachere Navigation, benutzerfreundliche Informationsgestaltung, Barrierefreiheit und zeitgemäßes Design sind die Eckpunkte der überarbeiteten Website. Der Zugang zur Informationsvielfalt der Bibliothek wird vereinfacht. Es besteht nun die Möglichkeit, gleich von der ersten Seite aus entweder gezielt in den Web-Seiten zu suchen oder direkt im Online-Katalog zu recherchieren. Mit der Neugestaltung wurde die Verordnung für Barrierefreie Informationstechnik (BITV) umgesetzt. Zusätzlich wurde das Angebot klarer strukturiert. Die neue Struktur ist zugleich Ausgangspunkt für zukünftige Erweiterungen und den geplanten Ausbau zum Informationsportal.

Online-Katalog

Seit Mai 2005 ist der integrierte Online-Katalog Der Deutschen Bibliothek im produktiven Einsatz. Mit diesem Katalog stellt Die Deutsche Bibliothek ein gemeinsames Recherchesystem für die bibliografischen Datenbestände zu 11 Millionen Objekten in Leipzig und Frankfurt am Main mit der Möglichkeit der Online-Bestellung zur Verfügung. Neue Funktionen sowie ein verbessertes Layout des Kataloges erhöhen den Benutzungskomfort zusätzlich. Der neue Online-Katalog enthält nun auch Links auf Abstracts und weitere Titelinformationen. Im September 2005 ist der Online-Katalog um eine Schnittstelle zur Lieferbarkeitsabfrage und Bestellübermittlung an buchhandel.de, das Endkundenportal und Shopsystem der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, erweitert worden. Benutzern bietet der neue Link die Möglichkeit, die Lieferbarkeit von Titeln abzufragen und direkt eine Bestellung beim Buchhandel auszulösen.
Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist seit Juni 2005 mit dem Online-Katalog Der Deutschen Bibliothek verbunden. Für Personen, die Autor oder Gegenstand von Publikationen sind, wurde der Wikipedia-Eintrag um einen Link erweitert; mit einem Mausklick gelangen Benutzer zu den entsprechenden Veröffentlichungen im Katalog Der Deutschen Bibliothek. Als nächste Erweiterung der Zusammenarbeit wird die Verlinkung auch aus dem Online-Katalog Der Deutschen Bibliothek zu den Personeneinträgen in Wikipedia realisiert.

Benutzung

Von 15.297 Benutzerinnen und Benutzern wurden in der Deutschen Bücherei Leipzig an 296 Öffnungstagen 482.486 Bestellungen aufgegeben. In der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main (mit dem Deutschen Musikarchiv Berlin) bestellten 23.815 Leserinnen und Leser an 296 Öffnungstagen 466.317 Werke zur Benutzung im Lesesaal.

Bestand und herausragende Neuerwerbungen

Der Bestand der Deutschen Bücherei Leipzig wuchs im Berichtsjahr um rund 380.482 Einheiten auf insgesamt 13.621.814 Einheiten, der Bestand der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main (einschließlich Deutsches Musikarchiv Berlin und GEMA-Notenbestand) um 306.834 auf insgesamt 9.268.803 Einheiten. Der Bestand der Online-Hochschulschriften stieg in der Deutschen Bücherei Leipzig um 3.444 auf 15.861 Einheiten, in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main um 6.183 auf 23.799 Einheiten.
Die Deutsche Bücherei Leipzig konnte eine Sammlung der wichtigsten Zeitschrift der in den 1980er-Jahren in der DDR entstandenen selbst verlegten originalgrafisch-literarischen Werke erwerben: die »Entwerter/Oder«-Künstlerbuch-Edition, nahezu vollständig ab Nr. 5 von 1983, inklusive der Sonderausgaben und Fotohefte.
Das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 erwarb zehn neue Nachlässe und Teilnachlässe und erweiterte viele bereits vorhandene Bestände mit wertvollen Neuzugängen, beispielsweise einen Teilnachlass der Zeichnerin und Publizistin Erna Pinner, der u. a. Briefe von Elias Canetti und Widmungsexemplare von Theodor W. Adorno enthält.
Bei den Neuerwerbungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums sind besonders die mit Unterstützung der Gesellschaft für das Buch erworbene Kassette »Pillnitzer Elegien« und die Mappe »Ars moriendi« hervorzuheben; darin finden sich Texte von Dieter Hoffmann mit Illustrationen von Stefan Plenkers bzw. mit Kupferdrucken von Jürgen Brodwolf.
Das Deutsche Musikarchiv Berlin konnte seinen Bestand an historischen Tonträgern erweitern, u. a. durch den Erwerb der Äußerst seltenen Platte »Der klingende Feldpostbrief« von ca. 1942, die neben Musik auch eine kurze Grußansprache eines deutschen Soldaten von der »Russlandfront« enthält.

Internationale Zusammenarbeit

Die Generaldirektorin Der Deutschen Bibliothek, Dr. Elisabeth Niggemann, ist im September 2005 zur neuen Vorsitzenden der Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare (CENL) gewählt worden. Eine wichtige Aufgabe von CENL ist aktuell der Aufbau von The European Library (www.theeuropeanlibrary.org), die aus einem EU-geförderten Projekt hervorgegangen ist. The European Library bietet neben umfassenden Informationen zu allen 45 in CENL organisierten europäischen Nationalbibliotheken eine integrierte Suche über die Kataloge von derzeit 15 europäischen Nationalbibliotheken. Die Einbindung der Nationalbibliotheken der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten in diesen europäischen Bibliotheksservice ist neben dem Aufbau von Kooperationen und Partnerschaften zwischen den Bibliotheken Ziel des EU-geförderten Projektes TEL-ME-MOR, noch in 2006 sollen weitere folgen.

Projekte

Die Langzeitarchivierung digitaler Publikationen ist eine komplexe Aufgabenstellung; mit der ansteigenden Zahl elektronischer Veröffentlichungen wächst die Notwendigkeit einer zuverlässigen Archivierung. Mit den Projekten KOPAL und nestor betreut Die Deutsche Bibliothek federführend zwei kooperative Projekte mit strategischer Bedeutung für die Langzeiterhaltung des digitalen kulturellen Erbes in Deutschland.
Ziel des Projektes »Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs Digitaler Informationen« (KOPAL) ist die praktische Erprobung und Implementierung eines kooperativ erstellten und betriebenen Langzeitarchivierungssystems für digitale Informationen. Im Berichtsjahr wurde nach Abschluss der vorbereitenden Spezifikationen (insbesondere Verabschiedung des universellen Objektformats) mit der Softwareentwicklung durch IBM (DIAS-Core-Komponenten) begonnen. Die Projektpartner (Die Deutsche Bibliothek, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) erstellen auf DIAS-Core abgestimmte Softwarepakete, die einen strukturierten Zugriff der Institutionen auf ihren Datenbestand und die Aufbereitung der Daten für das Archiv als Datenpaket ermöglichen. Diese Arbeiten gingen so planmäßig voran, dass bereits im Oktober 2005 mit Abnahmetests auf dem Testsystem begonnen werden konnte. Die nächsten Schritte werden das Austesten des Produktivbetriebs sowie der Einstieg in Preservation-Planning-Verfahren sein.
Die Deutsche Bibliothek beteiligt sich außerdem am Aufbau eines nationalen kooperativen »Kompetenznetzwerks zur Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Ressourcen« (nestor), das die Bündelung aller einschlägigen Bestrebungen, eine Beraterfunktion für Informationsvermittler in Deutschland, die Zusammenarbeit auf internationalem Gebiet und den Aufbau einer dezentralen und arbeitsteiligen Struktur der Langzeiterhaltung digitaler Publikationen und Dokumente anstrebt. Nestor hat 2005 die Angebote seiner Informations- und Kommunikationsplattform www.langzeitarchivierung.de ausgebaut. Die Veröffentlichungsreihe zu Fachthemen wurde mit dem Erscheinen von zwei weiteren Expertisen fortgesetzt. Die Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen allen am Thema Langzeitarchivierung Interessierten wurden durch den Aufbau einer Datenbank innerhalb der Internetpräsenz von nestor verbessert.
Seit November 2005 wird die Arbeit der an Der Deutschen Bibliothek eingerichteten Koordinierungsstelle DissOnline durch zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekte unterstützt: DissOnline Portal und DissOnlineTutor. Ziel des Projektes DissOnline Portal ist, in einem Portal elektronische Dissertationen und Habilitationen zusammenzuführen und vernetzt zugänglich zu machen. Das Portal wird spezifische Sucheinstiege sowie die Möglichkeit der Einbringung als Webservice in (auch internationale) Fachportale sowie in vascoda bieten.
In Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und der Humboldt-Universität Berlin ist die Koordinierungsstelle DissOnline am Projekt DissOnline Tutor beteiligt. Ziel ist, für die Autoren von Dissertationen und Habilitationsschriften Werkzeuge für die Textverarbeitungssysteme Microsoft Word, Open- und StarOffice und für das Textsatzsystem LaTex zu entwickeln sowie Handreichungen und Schulungsmaterialien bereitzustellen.

Fachveranstaltungen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Der Deutschen Bibliothek informieren regelmäßig auf Fachveranstaltungen, Workshops und Messen über derzeitige Aktivitäten, Projektfortschritte und Arbeitsergebnisse. Am 25. Februar 2005 fand in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main der Abschlussworkshop des DFG-Projektes »Aufbau einer Koordinierungsstelle für elektronische Hochschulschriften« statt. Das Projekt DDC Deutsch veranstaltete einen Abschlussworkshop »Vorstellung der deutschen DDC 22 und Perspektiven für die DDC-Anwendung in deutschsprachigen Ländern und international« am 20. April 2005. Die Arbeitsstelle für Standardisierung hat im zweiten Halbjahr 2005 in den deutschen Verbänden und in Österreich eine Reihe von Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Regelwerksentwicklung durchgeführt und über die einzelnen Module der gegenwärtigen internationalen Regelwerksentwicklung informiert.
Das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 war aktiv an der Organisation und Durchführung der Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung beteiligt, die unter dem Thema »Biografien und Autobiografien von Exilanten und Emigranten« vom 11. bis 13. März 2005 in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main stattfand.
Die Deutsche Bibliothek war 2005 mit einem Stand bei den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt am Main sowie auf dem 94. Deutschen Bibliothekartag in Düsseldorf vertreten.

Kulturelle Veranstaltungen

Sowohl in Leipzig als auch in Frankfurt am Main wurde wieder ein interessantes Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm angeboten, das hier nur in einer kleinen Auswahl aufgeführt wird.
Frühjahr und Herbst sind traditionell ausgebuchte Veranstaltungszeiträume: zu den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt am Main hatten die beiden Standorte Der Deutschen Bibliothek interessante Lesungen und Diskussionsveranstaltungen im Programm.
Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum bereicherte die »Nacht der Leipziger Museen« mit einem umfangreichen Programm.
Die Deutsche Bücherei Leipzig beteiligte sich am 2. September 2005 an der bundesweiten Initiative Aktion Lesezeichen, dem Aktionstag der Bibliotheken und Archive zur Bestandserhaltung.
Große Resonanz beim Publikum und bei der Presse fand die Ausstellung »Meinem besten Porträtisten ...« Porträtfotografien und -zeichnungen aus den Beständen des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945, die ab 9. Dezember 2005 in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main gezeigt wurde. Unter dem Titel »Das Wort liebt Bilder. Dieter Hoffmann: Lyrik, Arbeit mit Künstlern und Pressen 1955 - 2005« präsentierte die Deutsche Bücherei Leipzig gemeinsam mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum die Ausstellung in beiden Ausstellungsbereichen. Im Herbst wurde diese Ausstellung in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main gezeigt.

Letzte Änderung: 21.02.2012

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