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Jahresbericht 2009 - Gesellschaft für das Buch e. V.

Freunde und Förderer der Deutschen Nationalbibliothek - braucht eine öffentliche Institution so etwas wirklich? Ja, denn über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus gibt es eine Reihe von Aufgaben und Herausforderungen für die Deutsche Nationalbibliothek, die ohne die Unterstützung durch Sponsoren und Mäzene kaum zu bewältigen wäre.

Die Gesellschaft für das Buch e. V. - der Freundes- und Förderkreis der Deutschen Nationalbibliothek - wurde 1988 gegründet. Primäres Ziel ist es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedeutung der Deutschen Nationalbibliothek zu schärfen, das Buch als Kulturträger zu fördern und zu schützen und Bemühungen um die Weiterentwicklung des Buches in typografischer, technischer und ökonomischer Hinsicht zu unterstützen. Damit will die Gesellschaft einen aktiven Beitrag zum deutschen und europäischen Kultur- und Geistesleben leisten.

Innerhalb der Schriftenreihe »Gesellschaft für das Buch« werden Publikationen zu besonderen Anlässen, Veranstaltungen, Projekten und speziellen Themenkreisen veröffentlicht. Mithilfe der Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder fördert die Gesellschaft für das Buch die Deutsche Nationalbibliothek bei Ausstellungen, Veröffentlichungen, Autorenlesungen, Fachkongressen und Symposien sowie bei Ankäufen wichtiger Werke für spezielle Sammlungen.
Im Jahr 2009 hat die Gesellschaft für das Buch folgende Projekte der Deutschen Nationalbibliothek unterstützt:
Aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in Leipzig brachte die Deutsche Nationalbibliothek eine Festschrift heraus, die eine wissenschaftlich fundierte und bebilderte Museumsgeschichte mit Würdigungen, Grußadressen, Erinnerungen und Kurzessays verbindet. Die Gesellschaft für das Buch förderte die Gestaltung dieser Festschrift.
Darüber hinaus wurde 2009 die Unterstützung für folgende Projekte bewilligt:
Das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek zeigt von März bis Juli 2010 eine Ausstellung über den Juristen, Publizisten und Sekretär des Exil-PEN Rudolf Olden. Zur Ausstellungseröffnung konnten Dank der Unterstützung durch die Gesellschaft für das Buch die Tochter von Rudolf Olden, Mary E. Suffot, sowie zwei weitere Familienmitglieder eingeladen werden.

Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Ulrich Becher, dessen Nachlass sich zum Großteil im Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945 befindet, konnte ein großer Ulrich Becher-Abend mit den Autoren Eva Menasse und Peter Härtling sowie dem Schauspieler Felix von Manteuffel in der Deutschen Nationalbibliothek geplant werden, verbunden mit einer Ausstellung der Zeichnungen Ulrich Bechers. Auch hier bewilligte die Gesellschaft für das Buch eine Unterstützung der Veranstaltung.

Sehr bewusst sind den Mitgliedern der Gesellschaft für das Buch die konservatorischen Probleme in Archiven und Bibliotheken und es ist eines der höchsten Ziele der Gesellschaft, das Buch in seinen vielfältigen Aspekten darzustellen und zu schützen. Daher unterstützt die Gesellschaft für das Buch e.V. auch den im Mai 2010 von der Nationalbibliothek in Leipzig ausgerichteten »6. Nationalen Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts«, der seit dem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek jährlich in verschiedenen Städten stattfindet. Die im Jahr 2001 gegründete Allianz »Schriftliches Kulturgut erhalten« ist ein Zusammenschluss von Archiven und Bibliotheken mit umfangreichen historischen Beständen, in dem auch die Deutsche Nationalbibliothek mitarbeitet.

Die Sammlung des Deutschen Musikarchivs wird mittels Unterstützung der Gesellschaft für das Buch durch den Ankauf zum Teil sehr rarer Phonographen-Walzen bereichert.

Die Gesellschaft für das Buch wird auch zukünftig Projekte, Publikationen und Veranstaltungen der Deutschen Nationalbibliothek unterstützen und ermöglichen.

Mitglieder des Förderkreises befinden sich in anregender Gesellschaft, treffen an Kultur interessierte Menschen und genießen zahlreiche Vorteile. Sie erhalten Einladungen zu Ausstellungen, zu Veranstaltungen und exklusiven Führungen durch die Ausstellungen der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Stiftung Buchkunst. Publikationen der Gesellschaft für das Buch und der Deutschen Nationalbibliothek sind für Mitglieder kostenlos. Die Arbeit der Gesellschaft wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Stiftungen finanziert. Satzungsgemäße Organe sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Die Gesellschaft für das Buch ist als gemeinnützig anerkannt. Es sind verschiedene Formen der Mitgliedschaft möglich.

Die Deutsche Nationalbibliothek benötigt auch weiterhin die Unterstützung durch ihre Freunde und Förderer, um durch das gemeinsame Engagement die beschriebenen Ziele zu realisieren.

Kontakt:
Gesellschaft für das Buch e. V.
c/o Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Letzte Änderung: 21.02.2012

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