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Jahresbericht 2008 - Gesellschaft für das Buch e. V.

In Deutschland reicht die Tradition bürgerschaftlichen Engagements bis in das 18. Jahrhundert zurück, denn bereits zu dieser Zeit entwickelte sich eine große Vielfalt privater Verpflichtungen in Form von Kunstvereinen, Literarischen Gesellschaften etc. Kaum eine kulturelle Institution kann heute ihre Arbeit noch ohne die Unterstützung von Sponsoren und Mäzenen leisten. Das gilt nicht nur auf nationaler Ebene, sondern ist auch international eine zu beobachtende Entwicklung. In einer Zeit wachsender Aufgaben sowie steigender Ansprüche von externen Nutzern kommt dem direkten Engagement der Öffentlichkeit immer größere Bedeutung zu. Sowohl die ideelle als auch die finanzielle Hilfe von privater Seite ist unverzichtbar, um mittel- bis langfristige Projekte zu realisieren und die Zukunft unserer Kulturinstitutionen zu sichern.

Die Gesellschaft für das Buch e. V. wurde 1988 gegründet. Sie unterstützt als Freundes- und Förderkreis die Deutsche Nationalbibliothek bei ihren vielfältigen Aufgaben. Ziel ist, der Öffentlichkeit die Bedeutung der Deutschen Nationalbibliothek bewusst zu machen und die internationale Rolle der Bibliothek als nationales Zentrum der Buchkultur zu stärken. Es liegt ihr daran, den grenzüberschreitenden Charakter des Buches hervorzuheben und mit der Betonung seiner herausragenden Bedeutung für die kulturelle und intellektuelle Verständigung und Überlieferung einen Beitrag zum europäischen Kultur- und Geistesleben zu leisten. Sie fördert die Bemühungen um die Weiterentwicklung des Buches in typografischer, technischer und ökonomischer Hinsicht. Im Rahmen der Schriftenreihe "Gesellschaft für das Buch" werden Publikationen zu besonderen Anlässen, Veranstaltungen, Projekten und speziellen Themenkreisen veröffentlicht. Mithilfe der Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder fördert die Gesellschaft für das Buch die Deutsche Nationalbibliothek bei Ausstellungen, Veröffentlichungen, Autorenlesungen, Fachkongressen und Symposien sowie bei Ankäufen wichtiger Werke für spezielle Sammlungen.

Im Jahr 2008 hat die Gesellschaft für das Buch folgende Projekte der Deutschen Nationalbibliothek unterstützt und ermöglicht:
Für die geplante zweibändige Publikation zur Kunst in der Deutschen Nationalbibliothek (jeweils ein Band für Leipzig und für Frankfurt am Main) hat die Gesellschaft für das Buch maßgebliche finanzielle Unterstützung bewilligt. Die Häuser der Deutschen Nationalbibliothek stellen auch durch ihre architektonischen Besonderheiten und die "Kunst am Bau" kulturelle Orte im Stadtbild von Leipzig und Frankfurt am Main dar.
Im Jahr 2009 feiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig sein 125-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass bringt die Deutsche Nationalbibliothek eine Festschrift heraus. Die Festschrift wird eine wissenschaftlich fundierte und bebilderte Museumsgeschichte mit Würdigungen, Grußadressen, Erinnerungen und Kurzessays verbinden. Die Gesellschaft für das Buch fördert die Gestaltung der Festschrift.

Die Sammlungen des Deutschen Musikarchivs konnten durch den Ankauf von 18 Edison-Zylinder-Hartwachswalzenaufnahmen (Wachs-Phonographen-Cylinder) aus der Frühzeit der Schallaufzeichnung, die nur in geringer Auflage hergestellt wurden, bereichert werden.
Außerdem konnte mit den Mitteln der Gesellschaft für das Buch eine seltene Lukraphon-Platte mit dem Orchester des jüdischen Kulturbundes Berlin von 1935/1936 erworben werden sowie eine Ernst- Busch-Aufnahme "Der Marsch ins Dritte Reich" des Labels Deutscher Arbeiter Sängerbund vom 18.01.1933.

Die Gesellschaft für das Buch wird auch zukünftig Projekte, Publikationen und Veranstaltungen der Deutschen Nationalbibliothek unterstützen und ermöglichen.

Mitglieder der Gesellschaft für das Buch befinden sich in anregender Gesellschaft, treffen an Kultur interessierte Menschen und genießen zahlreiche Vorteile. Sie erhalten Einladungen zu Ausstellungen, zu Veranstaltungen und exklusiven Führungen durch die Ausstellungen der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Stiftung Buchkunst. Die Arbeit der Gesellschaft wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Stiftungen finanziert. Satzungsgemäße Organe sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Die Gesellschaft für das Buch ist als gemeinnützig anerkannt. Es sind verschiedene Formen der Mitgliedschaft möglich.

Die Deutsche Nationalbibliothek benötigt auch weiterhin die Unterstützung durch ihre Freunde und Förderer, um durch das gemeinsame Engagement die beschriebenen Ziele zu realisieren.

Kontakt:
Gesellschaft für das Buch e. V.
c/o Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Last update: 21.02.2012

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