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Jahresbericht 2010 - Gesellschaft für das Buch e. V.

Die Existenz der Deutschen Nationalbibliothek basiert auf dem bürgerlichen Selbstverständnis, dass Bürgerinnen und Bürger wie auch privatwirtschaftliche Unternehmen Mitverantwortung für das Gemeinwesen übernehmen und damit das staatliche Engagement nicht kommerzieller Vorhaben mit langfristiger Ausrichtung unterstützen. Die Deutsche Nationalbibliothek wurde von den im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zusammengeschlossenen Buchhändlern und Verlegern gleich zweimal - 1912 in Leipzig und 1946 in Frankfurt am Main - gegründet und in den Anfangsjahren großzügig unterstützt. Auch als Bundeseinrichtung bedarf sie heute noch der Förderung durch ihre Freunde.

Aus diesem Grund wurde im Jahr 1988 die Gesellschaft für das Buch e. V. gegründet. Sie unterstützt als Freundes- und Förderkreis die Deutsche Nationalbibliothek bei ihren vielfältigen Aufgaben und auch darin, der Öffentlichkeit die Bedeutung der Deutschen Nationalbibliothek bewusst zu machen und damit die internationale Rolle der Bibliothek als nationales Zentrum der Buchkultur zu stärken. Der Gesellschaft für das Buch ist vor allem daran gelegen, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek einen Beitrag zum europäischen Kultur- und Geistesleben zu leisten.
Im Rahmen der Schriftenreihe »Gesellschaft für das Buch« werden Publikationen zu besonderen Anlässen, Veranstaltungen, Projekten und speziellen Themenkreisen veröffentlicht. Mithilfe der Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder fördert die Gesellschaft für das Buch die Deutsche Nationalbibliothek bei Ausstellungen, Veröffentlichungen, Autorenlesungen, Fachkongressen und Symposien sowie bei Ankäufen wichtiger Werke für spezielle Sammlungen.

Im Jahr 2010 hat die Gesellschaft für das Buch folgende Vorhaben unterstützt:

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek zeigte von März bis Juli 2010 eine Ausstellung über den Juristen, Publizisten und Sekretär des Exil-PEN Rudolf Olden. Zur Ausstellungseröffnung konnten Dank der Unterstützung durch die Gesellschaft für das Buch die Tochter von Rudolf Olden, Mary E. Suffot, sowie zwei weitere Familienmitglieder eingeladen werden.

Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Ulrich Becher, dessen Nachlass sich zum Großteil im Deutschen Exilarchiv 1933-1945 befindet, konnte ein großer »Ulrich Becher-Abend« mit den Autoren Eva Menasse und Peter Härtling sowie dem Schauspieler Felix von Manteuffel in der Deutschen Nationalbibliothek veranstaltet werden, verbunden mit einer Ausstellung der Zeichnungen Ulrich Bechers. Auch hier unterstützte die Gesellschaft für das Buch das Zustandekommen der Veranstaltung.

Einer der Hauptzwecke der Gesellschaft für das Buch ist es natürlich, das Buch als Medienwerk zu schützen. Den Mitgliedern sind die konservatorischen Probleme in Archiven und Bibliotheken sehr bewusst, daher versuchen sie auch hier, ihren Beitrag zu leisten. Aus diesem Grund unterstützte die Gesellschaft für das Buch den im Mai 2010 von der Nationalbibliothek in Leipzig ausgerichteten "6. Nationalen Aktionstag für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts", der seit dem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek jährlich in verschiedenen Städten stattfindet. Die im Jahr 2001 gegründete Allianz "Schriftliches Kulturgut erhalten" ist ein Zusammenschluss von Archiven und Bibliotheken mit umfangreichen historischen Beständen, in dem auch die Deutsche Nationalbibliothek mitarbeitet.
Die Sammlung des Deutschen Musikarchivs konnte mittels Unterstützung der Gesellschaft für das Buch wieder durch den Ankauf zum Teil sehr rarer Phonographen-Walzen bereichert werden.

Die Gesellschaft für das Buch wird auch zukünftig Projekte, Publikationen und Veranstaltungen der Deutschen Nationalbibliothek unterstützen und ermöglichen.

Mitglieder des Förderkreises befinden sich in anregender Gesellschaft, treffen an Kultur interessierte Menschen und genießen zahlreiche Vorteile. Sie erhalten Einladungen zu Ausstellungen, zu Veranstaltungen und exklusiven Führungen durch die Ausstellungen der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Stiftung Buchkunst. Publikationen der Gesellschaft für das Buch und der Deutschen Nationalbibliothek sind für Mitglieder kostenlos. Die Arbeit der Gesellschaft wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Stiftungen finanziert. Satzungsgemäße Organe sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung. Die Gesellschaft für das Buch ist als gemeinnützig anerkannt. Es sind verschiedene Formen der Mitgliedschaft möglich.

Die Deutsche Nationalbibliothek benötigt auch weiterhin die Unterstützung durch ihre Freunde und Förderer, um durch das gemeinsame Engagement die beschriebenen Ziele zu realisieren.

Kontakt:
Gesellschaft für das Buch e. V.
c/o Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main

Last update: 21.02.2012

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