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Projektgeschichte

Vorbereitung

Bereits 1995 wurde das Thema digitale Langzeitarchivierung zum ersten Mal in Deutschland in dem Positionspapier "Elektronische Publikationen" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgegriffen und als Aufgabenbereich der Virtuellen Fachbibliotheken benannt. In Anbetracht sowohl des Umfangs der Aufgabe als auch der föderalen Struktur Deutschlands mit der Verantwortlichkeit seiner Bundesländer für Wissenschaft und Kultur, konnte der Ansatz zu einer erfolgreichen Lösung dieser Probleme nur ein kooperativer sein.

Aus der gemeinsamen Arbeit an konzeptionellen Fragen der künftigen Entwicklung digitaler Bibliotheken im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) getragenen Projektes "digital librarykonzepte" ist eine Initiativgruppe Langzeitarchivierung hervorgegangen, deren Arbeitsplan im Rahmen eines sechsmonatigen Folgeprojektes im Jahre 2002 auf zwei Workshops ausgewählten Experten des Informationswesens zur Diskussion gestellt wurde. Dieser Anstoß zu einer kooperativen Lösung der Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen resultierte in einem Papier mit Abschlussempfehlungen für zentrale Komponenten einer kooperativen digitalen Langzeiterhaltungsstrategie für Deutschland.


nestor I (2003-2006)

In der ersten Projektphase von Juli 2003 bis Juni 2006 stand die Bildung eines Netzwerkes für die Belange der Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen im Vordergrund. Das Projekt "nestor - Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung" wurde von den folgenden Projektpartnern eingerichtet: Die Deutsche Bibliothek (DDB), die Bayerische Staatsbibliothek (BSB), die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB), das Computer- und Medienservice / Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB), die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns (GDAB) und das Institut für Museumskunde Stiftung Preußischer Kulturbesitz (IfM). 2005 wurde das Bundesarchiv Partner. Basis des Projektes war die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wesentliche Teilziele waren:

  • Sensibilisierung für die Problematik und Dringlichkeit des Themas "Digitale Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit" (z.B. Politik, Förderer)
  • Erstellung neuer und Verbreitung vorhandener Informationen über laufende Forschungsvorhaben, Projekte und "Best-Practise"-Ergebnisse
  • Etablierung eines Forums für die Entwicklung und Koordination von Strategien zur Langzeitarchivierung und -verfügbarkeit digitaler Quellen unter Berücksichtigung internationaler Entwicklungen
  • Unterstützung und Entwicklung von relevanten Dienstleistungen, Technologien und Standards
  • Aufbau von strategischen Allianzen mit nationalen und internationalen Partnern (Industrie, Forschungseinrichtungen etc.)

nestor II (2006-2009)

In der zweiten Projektphase von Juli 2006 bis Juni 2009 wurden die Ergebnisse aus der ersten weitergeführt und systematisch ausgebaut. Auf der Basis der bereits erreichten Leistungen waren folgende Partner an dem Verbundprojekt beteiligt: die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB), die Bayerische Staatsbibliothek München (BSB), Computer- und Medienservice und Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB), das Bundesarchiv (BArch), das Institut für Museumsforschung (IfM) und die Fernuniversität in Hagen (FUH). Wesentliche Schwerpunkte waren neben dem Ausbau des bisherigen Angebotes:

  • Vernetzung der Bereiche Grid/e-Science und Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen
  • Standardisierungen auf dem Gebiet der Langzeitarchivierung
  • Bereitstellung von Angeboten im Bereich der Aus- und Weiterbildung in Deutschland sowie stärkere Zusammenarbeit mit den deutschen und internationalen Hochschuleinrichtungen
  • Bildung weiterer Arbeitsgruppen, um Austausch von Wissen, Erfahrungen und Anforderungen weiter auszudehnen
  • Überführung des Projektes in eine dauerhafte Organisationsform

Seit Juli 2009 wird nestor als Kooperationsverbund eigenständig von den bisherigen und weiteren Partnern fortgesetzt.

Letzte Änderung: 30.03.2012

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