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Digitalisierung
und Archive & Museen

Öffentlicher Vortragsabend der Gesellschaft für Informatik

Anfang 31.8.2017 18:00 Uhr
Ende 31.8.2017
Ort NTT DATA Deutschland,
Königsberger Straße 1
60487 Frankfurt

Öffentlicher Vortragsabend

Die Vortragenden kommen aus dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt und dem Historischen Museum Frankfurt.

Digitale Langzeitarchivierung von Dr. Alexandra Lutz

Das Institut für Stadtgeschichte hat auch die Aufgabe, unsere heutige Überlieferung für zukünftige Forscher zu erhalten. Daher übernimmt es laufend Unterlagen aus der Stadtverwaltung – und darunter inzwischen auch mehr und mehr digitale Daten. In vielen Ämtern hat man bereits in den 1970er und 1980er Jahren begonnen, sogenannte Fachverfahren – beispielweise das elektronische Einwohnermelderegister – zu installieren. Seit den 1990er Jahren wurden zunehmend PC-Arbeitsplätze eingeführt, die heute selbstverständlich sind. Um die digitale Überlieferung „für die Ewigkeit“ sichern zu können, hat das Institut für Stadtgeschichte als erste Kommune in Hessen im Februar 2015 ein Digitales Langzeitarchiv mit dem Produktnamen DiMag eingerichtet. DiMag wurde vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelt und wird inzwischen in fünf weiteren Bundesländern eingesetzt. Auch die hessischen Staatsarchive verwenden DiMag.

Kurzbio: stellvertretende Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte und Leitung der Neuen Abteilung - Städtische Überlieferung ab 1868, davor Leitung der Abteilung Sammlungen im Institut für Stadtgeschichte; Leitung des Stadtarchivs Kassel; Dozentin, Koordinatorin Archivschule Marburg / Hochschule für Archivwissenschaft

Vom Weg der Archive zu ihren Nutzer*innen. Digitale Strategien, Soziale Medien &. Co. von Dr. Joachim Kemper

Die Archivierung politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen und Prozesse zählt zu den ältesten Kulturtechniken überhaupt: Bereits im vorderasiatischen Mesopotamien finden sich vor vielen tausend Jahren Archive mit beschrifteten Tontafeln. 4000 Jahre später - und etliche "Revolutionen" später stehen auch die Archive vor neuen Herausforderungen: Welche Anforderungen stellen die Digitalisierung, die dauerhafte Speicherung elektronischer Akten oder auch die digitale Vermittlung des Kulturguts an die Archivarinnen und Archivare (aber auch an die Rezipientinnen und Rezipienten der Archive?)? Schwerpunkt des Beitrags wird der Aspekt der digitalen externen Kommunikation sein.

Kurzbio: Dr. Joachim Kemper, Archivar und Historiker. Derzeit Leiter der Abteilung Sammlungen, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main. Zuvor Archivstationen in Speyer und München, Studium und Promotion (Geschichte) in Mannheim und Mainz. Blog: Archive 2.0

Use the Museum von Franziska Mucha

Digitalisierung im Museum bedeutet viel mehr als Digitalisate von Objekten anzufertigen: Digitale Werkzeuge verändern das Verhältnis vom Museum zu seinen Benutzer/innen. Sie vereinfachen die Interaktion mit unterschiedlichen Benutzergruppen und ermöglichen nicht nur Zugang zu Inhalten, sondern auch Kooperation, Wissensaustausch und aktive Mitgestaltung.

Kurzbio: Franziska Mucha ist Kulturwissenschaftlerin und seit 2016 als Kuratorin für digitale Museumspraxis im Historischen Museum Frankfurt tätig. Davor war sie Projektmanagerin beim Ars Electronica Festival und hat das Institut zur Aneignung und Nachhaltigkeit des Scheiterns gegründet.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine (kostenfreie) Anmeldung ist erforderlich,
Bitte zum Termin einen Reisepass oder Personalausweis für den Zutritt am Empfang mit bringen.

Weitere Informationen zur GI Regionalgruppe Rhein-Main und zur Veranstaltung.

Letzte Änderung: 24.7.2017

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